Stevie Gable

… spielt Gitarre und singt, überall, kann das auch
ohne Brille perfekt, aber nix sehen, lacht trotzdem, Naturbursche, auch Waldschrat genannt, weil er quasi aus dem Wald kommt, ist gefangen im Körper eines Cowboys und hat stets Tabak in den Taschen, trägt seine Klampfe wie ein Goldkettchen, hat ein großes Herz für Gypsy Jazz, seine erste Platte war aber AC/DC’s „Back In Black“, besitzt heute nur noch eine einzige Schallplatte – von Whitesnake, und die nimmt er mit ins Grab, benutzt keinen Lockenstab, geht gern Spazieren, meditiert und stärkt sich mit griechischem Hackfleischauflauf, ist hart im Nehmen, fragt sich manchmal, ob er seinen Traum lebt oder nur davon träumt, hat Alpträume von verschwundenen Gitarren, oder von völlig unbekanntem Repertoire, manchmal auch von unerreichbaren Bühnen, versteht Free Jazz nicht und will Moderne Klassik nicht verstehen, kann dafür super zu George Benson oder Dream Theater staubsaugen, wollte Naturforscher werden, wusste aber dann doch schon mit sieben, dass er Musiker werden wird, kaufte sich seine erste Gitarre vom Taschengeld, sagt von sich „Mich als eigenes Kind möchte ich nicht geschenkt“, beim ersten Konzert vor Publikum kamen statt 50 über 400 Leute, kocht zeitsparend, gesund und tierlieb, nimmt es mit der Rechtschreibung sehr genau, sagt aber auch: „wat fott es es fott“.
Stevie_hinten

(Bilder © Isabel Großer)

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